Trennmittel für Gießerei und Kokillenguss
Im Schwerkraft- und Niederdruckguss ist die Kokillenbeschichtung ein kritischer Prozessparameter. LUPRIT® Trennmittel und Kokillenbeschichtungen schützen die Werkzeugoberfläche, gewährleisten zuverlässige Entformbarkeit und verhindern Metallanhaftungen.
Warum Trennmittel im Kokillenguss
Beim Kokillenguss (Schwerkraftguss und Niederdruckguss) wird flüssiges Metall – häufig Aluminium- oder Kupferlegierungen – in permanente Metallwerkzeuge (Kokillen) gegossen. Die Oberfläche der Kokille steht dabei in direktem Kontakt mit dem Schmelze.
Ohne Trennmittel würde das flüssige Metall an der Kokillenoberfläche anhaften – das Gussteil wäre nicht entformbar, die Kokille würde beschädigt. Das Trennmittel bildet eine Barriereschicht zwischen Metallschmelze und Werkzeug, die sowohl den Wärmefluss reguliert als auch das Lösen des erkalteten Gussteils ermöglicht.
Die Qualität der Kokillenbeschichtung beeinflusst direkt die Oberflächenqualität des Gussteils. Eine gleichmäßige, reproduzierbare Schichtdicke ohne Porosität ist Voraussetzung für maßhaltige Gussteile mit sauberer Oberfläche.
Anforderungen Kokillenbeschichtung
| Temperaturbeständigkeit: | bis 800 °C |
| Schichtdicke: | Gleichmäßig, reproduzierbar |
| Porosität: | Keine / minimal |
| Metallanhaftung: | Verhindert |
| Haltbarkeit: | Mehrere Gießzyklen |
LUPRIT® COATING und SB für den Gießereibereich
Zwei Produktlinien decken die Anforderungen des Kokillengusses ab – von der dauerhaften Beschichtung bis zum zyklischen Trennmittelauftrag.
LUPRIT® COATING
Keramikbasierte Dauerbeschichtung für Kokillenoberflächen. Wird einmalig auf die vorbereitete Kokille aufgetragen und hält über viele Gießzyklen. Schützt die Werkzeugoberfläche vor thermischer Erosion und Metallanhaftungen.
Besonders geeignet für permanente Werkzeuge mit hoher Taktzahl, wo ein zyklischer Trennmittelauftrag Zeit kostet. LUPRIT® COATING bildet eine porenfreie, geschlossene Trennschicht.
LUPRIT® SB als Gießereischmierstoff
Für Anwendungen, bei denen ein zyklusbezogener Trennmittelauftrag bevorzugt wird oder die Werkzeuggeometrie eine Dauerbeschichtung nicht zulässt. LUPRIT® SB wird vor jedem Gießzyklus auf die erwärmte Kokille aufgetragen.
Stabiler Schmierfilm bis 800 °C, keine Reaktion mit Aluminium- oder Kupferschmelzen. Leicht entfernbar zwischen den Zyklen.
Auftragsmethoden für Kokillenbeschichtungen
Die Wahl der Applikationsmethode hängt von der Werkzeuggeometrie, der Gießfrequenz und der Art der Beschichtung ab. Für jede Methode gibt es Vor- und Nachteile im Hinblick auf Schichtdickengleichmäßigkeit und Zykluszeit.
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01
Sprühen Schnellste Methode für große Flächen und komplexe Geometrien. Ermöglicht gleichmäßige Schichtdicke bei richtiger Sprühparameter-Einstellung. Für automatisierte Anlagen geeignet.
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02
Pinseln Für manuelle Anwendungen und Bereiche, die mit Sprühdüsen nicht erreichbar sind. Geeignet für Nachbesserungen und kleine Flächen. Schichtdicke hängt vom Auftrag ab.
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03
Tauchen Für Bauteile und Einsätze, die vollständig mit Trennmittel benetzt werden sollen. Gleichmäßige Benetzung aller Flächen, auch in Hinterschneidungen. Aufwändiger in der Handhabung.
Einfluss auf die Gussteilqualität
Eine korrekt aufgetragene Kokillenbeschichtung hat messbaren Einfluss auf die Qualität des Gussteils. Zu dicke Schichten erzeugen Porosität an der Gussteiloberfläche durch eingeschlossene Gase. Zu dünne Schichten führen zu lokalen Metallanhaftungen und Oberflächenrissen beim Entformen.
LUPRIT® COATING ist auf eine reproduzierbare Schichtdicke ausgelegt. Die Formulierung ermöglicht eine gleichmäßige Benetzung der Kokillenoberfläche auch bei komplexen Geometrien.
Bei der Einführung eines neuen Trennmittels oder einer neuen Beschichtung begleitet unser Anwendungstechniker den ersten Einsatz und dokumentiert Schichtdicke, Hafteigenschaften und Entformverhalten.
Trennmittel für Ihre Gießerei anfragen
Beschreiben Sie Ihr Gießverfahren und Ihre Werkzeuge. Wir empfehlen das passende LUPRIT® Trennmittel und die optimale Applikationsmethode.